Texte über Josef Mikl | 1950 - 1990


1969

Werner Hofmann

Über Mikl

Was Malerei – auch heute noch - sein kann, wenn sie von einem gehandhabt wird, der das farbige Element souverän beherrscht, zeigt das Werk von Mikl – jedem, der Augen im Kopf hat. Hier ist handwerkliches Können die Instanz, die dem Formakt Kraft und Lauterkeit – im Sinne von Klarheit und Transparenz garantiert.

 



1967

Albert Schulze-Vellinghausen

Wo Mikl steht

Wer die frühen, gerüsteten Männer Josef Mikls kennt, Figuren in einem Harnisch, der sowohl zu den Raketen von Cap Kennedy wie zu den Turnieren der Babenberger Herzöge passen könnte, muß die Weite bewundern, die des Künstlers optische Vision umfaßt. Der heutige Mikl „schreibt" - in mitunter beträchtlich großen Formaten - auf den zumeist einfarbigen Gründen mit einem breiten Pinsel die schraffierten, leuchtenden Majuskeln seiner Weltsicht.



1967

Albert Schulze-Vellinghausen

Eröffnungsrede April 1967 Schloß Wittringen

Museum Gladbeck

Meine Damen und Herren, liebe Freunde,

der Mensch, der Künstler, kommt nicht aus der Luft, sondern irgendwoher. So wenig es mir liegt, historische, materialistische, soziologische Momente allzusehr herauszustellen, herauszustreichen: auch der freieste Künstler noch ist jemand, der aus einem in sich selbst gebundenen Ort kommt. Das ist im Falle meines Freundes Josef Mikl Wien.



1961

Alfred Schmeller

Und der Tod spielt Minigolf
Knochenmänner in Löwenmaulfarben: Aktzeichnungen von Mikl

Noch auf der Akademie zeichnete Josef Mikl mit der Kohle die Akte auf Packpapier, die gegenwärtig in der Galerie St. Stephan ausgestellt sind. Viele werden jetzt sagen, ja, damals 1961, war er gut.