St.Virgil

Foto: Stefan Zenzmaier

Das im Salzburger Stadtteil Aigen gelegene und zur Erzdiözese Salzburg gehörende Bildungshaus St. Virgil wurde von Wilhelm Holzbauer errichtet. Mehrere Künstler schufen Werke für die Ausstattung. 

 

Für die Emmaus-Kapelle schuf Josef Mikl 1975/76 ein Wandbild:

Format: 9,20 x 34,20 m

Gesamtformat: 300 m²

(2,10 x 8,50 m)

Öl auf Leinwand

Grundthema der Arbeit: Emmaus

Textstelle: Lukas-Evangelium, XXIIII, 44-53


Die Einweihung der Kapelle fand am Samstag,  1. Mai 1976 durch Erzbischof Karl Berg statt. Josef Mikl portraitierte den Erzbischof von Salzburg, Dr. Karl Berg, 1978 (Öl auf Leinwand, 199,5x96 cm). Karl Bergs Gedanken anlässlich der Einweihung:

 

"Man hat Ihnen das Thema "Emmaus" gestellt, jene Szene aus dem 24. Kapitel bei Lukas, die für das Leben der jungen Kirche so grundlegende Bedeutung besitzt. Sie haben es verstanden, diese Begebenheit in einer monumentalen, aber auch geheimnisvoll verhaltenen Sprache darzustellen und so den Raum zum Zentrum des ganzen Hauses zu machen, der zum Schauen, zum Nachdenken, zum Beten zwingt. (...) Heute ist es unmöglich, in diesen Raum einzutreten, ohne aus dieser Malerei ein architektonisches Genie zu spüren. ....

Foto: Rita Newman

Josef Mikl schrieb selbst 1997: Das erste große Wandbild in Salzburg 1975-76

 

Die einzelnen Leinwandbahnen bleiben durch ihre übereinander gelegten Ränder plastisch sichtbar.

Sie sind die groben numerierten Einteilungen.

Notwendig für den Tapezierer, das lernte ich in Salzburg.

In den ursprünglichen Entwürfen für Salzburg war der Pantokrator klein.

Er wurde immer größer, denn die Wand verlangte es.

Wäre er klein geblieben, würde er heute Sedlacek heißen oder Klein.

Mit ihm wurden auch die Apostel und Jerusalem größer, denn die Wand verlangte es.

Zu der Arbeit an den damaligen Ölbilder-Leinwandbahnen: ich konnte jeweils nur an zwei arbeiten

(der spätere Speisesaal war mein Atelier geworden), eine bemalte Bahnfläche 8,50 x 2,10 m groß,

wurde in die Kapelle zu den anderen Bahnflächen gehängt, zur Kontrolle, man konnte sie beliebig

auswechseln, weggeben, später vernichten oder daran weiterarbeiten.

Ein stabiles fahrbares Gerüst war vorhanden.

Schließlich hingen alle Bahnen überprüft und wurden befestigt.

 

Inschrift

Salzburger Wandbild

Mein Vater Matthäus

ist am 17. Februar 1976

gestorben. Aber er ist

nur weg gegangen,

wir werden uns

wiedersehen.