Josef Mikl 1929 - 2008

Josef Mikl: Das erste große Wandbild in Salzburg 1975-76

Die einzelnen Leinwandbahnen bleiben durch ihre übereinander gelegten Ränder plastisch sichtbar.

Sie sind die groben numerierten Einteilungen.

Notwendig für den Tapezierer, das lernte ich in Salzburg.

In den ursprünglichen Entwürfen für Salzburg war der Pantokrator klein.

Er wurde immer größer, denn die Wand verlangte es.

Wäre er klein geblieben, würde er heute Sedlacek heißen oder Klein.

Mit ihm wurden auch die Apostel und Jerusalem größer, denn die Wand verlangte es.

Zu der Arbeit an den damaligen Ölbilder-Leinwandbahnen: ich konnte jeweils nur an zwei arbeiten

(der spätere Speisesaal war mein Atelier geworden), eine bemalte Bahnfläche 8,50 x 2,10 m groß,

wurde in die Kapelle zu den anderen Bahnflächen gehängt, zur Kontrolle, man konnte sie beliebig

auswechseln, weggeben, später vernichten oder daran weiterarbeiten.

Ein stabiles fahrbares Gerüst war vorhanden.

Schließlich hingen alle Bahnen überprüft und wurden befestigt.

 

Josef Mikl in: Mikl, Zum Deckenbild und zu den Wandbildern des großen Redoutensaales der Wiener Hofburg 1994 - 1997, o.P.