Josef Mikl 1929 - 2008

Friedenskirche Hiroshima, Japan, 1959 - 60, Wettbewerb

Entwurf Glasfenster Friedenskirche Hiroshima

Bereits nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war die Idee für eine Friedenskirche geboren worden. Sie sollte der katholischen Gemeinde von Hiroshima, die der Deutschen Jesuitenmission in Bonn untersteht, nicht nur als Zentrum, sondern der Welt auch als Mahnmal und Sinnbild für den Frieden dienen. Zahlreiche Länder beteiligten sich an der Finanzierung und übernahmen einzelne Ausstattungselemente. Monsignore Otto Mauer berichtete, dass der österreichische Botschafter in Tokio, Dr. F. H. Leitner, 1958 den Erzbischof Dr. Rohracher die Anregung zu einer Beteiligung gab. Österreich übernahm die Finanzierung und Gestaltung der 16 Glasfenster im Obergeschoß des Langhauses.


Mehrere österreichische Institute und Organisationen beteiligten sich an diesem Projekt: einerseits durch die Aufbringung der Geldmittel und andererseits durch die Organisation eines künstlerischen Wettbewerbes.

 

Zu beider Seiten des Langhauses sollten je 8 Fenster im Format von 240x60 cm, hochrechteckig mit einem an die gotische Dreipassform erinnernden Abschluss, gestaltet werden. Die Thematik war den Künstlern frei gegeben, einzige Bedingung war eine nonfigurative Ausdrucksweise. Am 30. Juni 1959 wählte die Jury einstimmig Josef Mikl zum Gewinner des Wettbewerbes. In Bonn bestätigte eine zweite, deutsch-japanischen Jury diesen österreichischen Entscheid. (siehe auch Friedenskirche Hiroshima Ausführung)

Josef Mikl mit den Entwürfen für Hiroshima 1959

Jury:

Alexander Auer

Dr. Adele Knindl

Monsignore Professor Otto Mauer

Präsident Manfred Mautner Markhof

Professor Arnulf Neuwirth

Dr. Alfred Schmeller

Dr. Dipl.Ing. Karl Schwanzer

Entwürfe für Hiroshima 1959

Teilnehmer:

Peter Bischof, Wien

Marius Decleva, Graz

Wolfgang Hollegha, Wien

Josef Mikl, Wien

Hans Staudacher, Wien

Max Weiler, Innsbruck